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Zu den Schwerpunkten der Arbeit einer Privatdetektei gehören unter anderem auch:
Beobachtungen durch Privatdetektive bei Untreue oder Seitensprung in der Beziehung
Recherchen durch Privatermittler bei Streit um Trennungsunterhalt
Ermittlungen in Scheidungsangelegenheiten
Privatdetektive ermitteln bei Rufschädigung
Diskrete Recherchen bei Streit um den Kindesunterhalt
Informieren Sie sich auf dieser Seite ebenfalls zu den Themenkomplexen Observationen durch Privatermittler sowie Beschattungen durch Privatdetektive.
Unabhängig davon, ob Sie einen Detektiv in Hamburg oder München, Frankfurt oder Berlin, Karlsruhe oder Köln benötigen - ConDetect Detektive stehen Ihnen zur Wahrung Ihrer Interessen diskret zur Seite.
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Methoden der Verführer"Betrüger fragen nie direkt nach Geld"Herr Meismann, erhalten Sie viele Anrufe von Frauen, die Heiratsschwindlern auf den Leim gegangen sind? Jedes Jahr treten etwa 100 Frauen und Männer mit einem Verdacht an uns heran, etwa zwei pro Woche. Wobei es nicht immer zu einem Auftrag kommt, häufig bitten die Anrufer einfach nur um Rat. 80 bis 90 Prozent sind Frauen. Durch die Ausbreitung des Internets haben Fälle von Frauen, die von Männern in irgendeiner Form um Geld betrogen werden, erheblich zugenommen. Aber die meisten Frauen haben sicher erheblich weniger Geld verloren als Frau Klatten. Heiratsschwindel kann in Deutschland als Betrug strafbar sein, wenn das Opfer aufgrund der Täuschung und in Erwartung der Eheschließung dem Täter Vermögenswerte zuwendet. Das stimmt. Aber wenn man es in Relation setzt, hat eine kleine Angestellte, die 5000 Euro verloren hat, prozentual gesehen den gleichen Verlust wie Frau Klatten mit ihren Millionen. Sie sind schon seit 28 Jahren im Geschäft. Ist es ein Klischee, dass vor allem ältere, wohlhabende Frauen auf Heiratsschwindler hereinfallen? Ja, das gibt es genauso gut bei Frauen mittleren Alters. Und auch Männer fallen auf Heiratsschwindlerinnen herein. Wobei diese Männer in der Regel schon ein gewisses Alter erreicht haben. Nach welchem Muster gehen die Betrüger vor? Der professionelle Betrüger würde niemals sagen: Gibst du mir Geld? Er wird immer versuchen, die Dame durch geschickte Rhetorik dazu zu bringen, dass sie ihm das Geld von sich aus anbietet. Er spielt den honorigen, seriösen Mann, der durch widrige Umstände in eine finanzielle Notsituation geraten ist, aus der er sich aber aus eigener Kraft befreien möchte. Er behauptet, dass sein Herz und sein Verstand nicht frei sind, bevor er nicht alles geregelt hat, und dass man erst dann die gemeinsame Zukunft in Angriff nehmen könne. Gibt es das typische Opfer? Eigentlich nicht. Wobei die Frauen von Natur aus schon ziemlich naiv sein müssen. Es ist erstaunlich, wie sie einfach ihr ganzes Geld herausgeben und nichts Böses erwarten. Das muss die rosarote Brille sein. Vergangene Woche rief eine Dame an, die ein Jahr lang ein Verhältnis zu einem verheirateten Mann hatte. Er erzählte ihr, dass er günstig an ein Luxusauto kommen könne. Er müsse aber bar bezahlen, 30 000 Euro. Eigentlich sei das Auto mindestens 50 000 Euro wert, er könne es schnell weiterverkaufen. Die Frau lieh ihm das Geld. Das Ende vom Lied war: Das Geld war weg, das Auto hat sie nie gesehen und von dem Mann nie wieder was gehört. Leider hatte sie nur einen fiktiven Namen und eine Prepaid-Handynummer von ihm. Sie hatten sich übers Internet kennen gelernt, sein Profil hatte er gelöscht. In so einem Fall können wir nichts mehr machen. Wann können Sie noch helfen? So lange der Kontakt zu dem Mann vorhanden ist, ist nichts verloren. Wir können durch Observation seine wahre Identität herausfinden: Wohin und mit welchem Fahrzeug fährt er, wo ist sein Lebensmittelpunkt? Kann man sich überhaupt vor Betrügern schützen? Es gibt keinen 100-prozentigen Schutz, aber gewisse Verhaltensregeln. Jeder sollte wissen, dass man Fremden keine größeren Geldsummen gibt. Wenn man jemandem finanziell unter die Arme greifen will, sollte man zumindest seine Identität kennen, den Personalausweis gesehen haben. Das Gleiche gilt für die Wohnung. Da haben Betrüger immer die gleichen Ausreden: Sie sei zu klein, sehe furchtbar aus. Außerdem sollte man eine Festnetznummer haben und den Arbeitnehmer kennen. Wie reagieren die Frauen, wenn sie den Betrug realisieren? Der finanzielle Verlust ist oftmals weniger schlimm als die emotionale Verletzung. Die Opfer erkennen, dass das, was sie für bare Münze genommen haben, gespielt war. All die schönen Worte und Stunden waren nur ein Vorwand, um sie um ihr Geld zu bringen. Das ist eine ganz bittere Erfahrung. Interview: Jutta Maier für die Frankfurter Rundschau |